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März: Monat des Persönlichen Budgets im Ennepe-Ruhr-Kreis

30.01.2026
Gruppenfoto Auftaktveranstaltung Schwelm

 Der Aktionsmonat zur Bekanntmachung des Persönlichen Budgets im Ennepe-Ruhr-Kreis ist gestartet: am 2. März begrüßte Natalia Keller, Fachbereichsleiterin für Soziales, Gesundheit, Bildung und Integration das Publikum der Auftaktveranstaltung im Schwelmer Kreishaus, bevor Judith Volk als Inklusionsbeauftragte des Ennepe-Ruhr-Kreises ihre Motivation für die Organisation der aktuellen Veranstaltungsreihe erläuterte (siehe untenstehende Pressemitteilung des Kreises). 

Natalia Keller eröffnet die Veranstaltung.
Natalia Keller, Fachbereichsleiterin für Soziales, Gesundheit, Bildung und Integration spricht ein Grußwort. 
Judith Volk bei ihrer kurzen Ansprache.
Judith Volk begrüßt die Anwesenden.

 

Christiane Rischer (KSL. Arnsberg) informierte über grundsätzliche Rahmenbedingungen und Möglichkeiten eines Persönlichen Budgets. Das Persönliche Budget ist eine Form der Leistungserbringung im Rahmen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung oder von Behinderung bedrohten Menschen. Mit dieser Geldleistung können betroffene Menschen sich die benötigte und von Leistungsträger anerkannte Unterstützung selbst einkaufen und damit passgenauer gestalten. Dies führt häufig zu einer Verbesserung der Lebensqualität für die Nutzenden. Häufig werden über das Persönliche Budget die Leistungen Persönlicher Assistenzkräfte bezahlt. Die damit verbundenen individuellen Vorteile aber auch die organisatorischen Aufgaben im Rahmen des sog. „Arbeitgebermodell“ stellt Daniela Herrmann von der Kontaktstelle Persönliche Assistenz/Persönliches Budget dar. Das Berufsbild der Persönlichen Assistenzkraft ist in der Gesellschaft noch vielfach unbekannt. Martina Hengesbach (KSL Arnsberg) stellte daher die von den KSL.NRW entwickelte Website mit Informationen zu verschiedenen Aspekten einer Persönlichen Assistenz-Tätigkeit  vor. Auf dieser Website finden sich Videobeiträge von Assistenzkräften wie von Assistenznutzenden ebenso wie Links zu verschiedenen Stellenbörsen. Im Anschluss an die Vorträge wurde die Wanderausstellung zum Persönlichen Budget der KSL.NRW gemeinsam besichtigt.

Daniela Herrmann und Christiane Rischer.
Daniela Herrmann und Christiane Rischer.

 

Aus der Pressemitteilung des Ennepe-Ruhr-Kreises zum Aktionsmonat März 2026:

Mehr Selbstbestimmung für Menschen mit Behinderung

Mit einer kreisweiten Kampagne verfolgt der Ennepe-Ruhr-Kreis ein klares Ziel: Menschen mit Behinderung sollen ihre Rechte kennen, ihre Möglichkeiten nutzen und Unterstützung so gestalten können, wie sie zu ihrem Leben passen. Ein zentraler Schlüssel dafür ist das Persönliche Budget. Das Persönliche Budget ist eine gesetzlich verankerte Leistungsform im Sozialrecht. Menschen mit Behinderung haben das Recht, Leistungen zur Teilhabe auf diese Weise flexibel zu erhalten. „Wer diesen Weg geht, verlässt die Ecke des reinen Leistungsempfängers und macht einen großen Schritt in Richtung selbstbestimmtes Leben. Natürlich helfen den Betroffenen auch vorgefertigte Sach- oder Dienstleistungen weiter. In der Selbstwirksamkeit und für das Selbstbewusstsein macht es aber einen erheblichen Unterschied, dank eines Budgets Assistenzkräfte und Unterstützungszeiten eigenständig auswählen und festlegen zu können. “, berichtet Judith Volk, Inklusionsbeauftragte des Ennepe-Ruhr-Kreises.

Weiterer Pluspunkt: Das persönliche Budget liefert Spielraum, um auch sehr spezielle Bedarfe, für die es keine Lösungen von der Stange gibt, abdecken zu können. Ansprechpartner für das Beantragen des Persönlichen Budgets sind Beratungsstellen, Angehörige und gesetzliche Vertreter. Auch Eltern können für ihre Kinder ein persönliches Budget beantragen. Gut zu wissen: Schon Ausgaben für das Unterstützen beim Beantragen können aus dem Persönlichen Budget finanziert werden. 

„Fünf Städte, fast 20 Termine – also jede Menge Gelegenheiten für Interessierte, sich praxisnah und anschaulich darüber zu informieren, wie vielfältig das Persönliche Budgets genutzt werden kann“, wirbt Volk für Besuche. Alle Informationen über die Kampagne und ihre Veranstaltungen finden sich auf der Internetseite der Kreisverwaltung, www.en-kreis.de.

Stichwort Kampagne: Initiiert und organisiert wird die Sensibilisierungskampagne von Judith Volk und den Kompetenzzentren Selbstbestimmt Leben NRW (KSL.NRW) mit Unterstützung der Behinderten- und Seniorenbeauftragten der kreisangehörigen Städte. Fachlich begleitet wird sie durch die Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung (EUTB®) und Beraterin und Coach Linda Gilfert.


Nächste Termine/Programm:

Herdecke, Aula der Werner-Richard-Schule, Am Sonnenstein 4, Wanderausstellung vom 17. bis 23. März

  • Bitte nutzen Sie den Schuleingang erreichbar über die Straße „Am Sonnenstein“, Parkplätze befinden sich an der Ecke „Am Sonnenstein“ / Hengsteyseestraße“ (es handelt sich um einen Schotterparkplatz), 

  • 17. März, 16.30 bis 18.30 Uhr: "Mit dem Persönlichen Budget mehr Selbstbestimmung im Alltag" (KSL.NRW/KPA/PB)
  • 18. März, 9 bis 14 Uhr: Mit der Inklusionsbeauftragten der Stadt Herdecke im Gespräch
  • 19. März, 9 bis 11 Uhr: Mit der Inklusionsbeauftragten der Stadt Schwelm im Gespräch
  • 19. März, 14.30 bis 17.30 Uhr: Mit der Inklusionsbeauftragten des Ennepe-Ruhr-Kreises im Gespräch
  • 20. März, 9 bis 12 Uhr: Gesprächs- und Beratungsangebot durch die EUTB®
  • 20. März, 9 bis 14 Uhr: Mit der Inklusionsbeauftragten der Stadt Herdecke im Gespräch

    Hattingen, Rathausplatz 1, Wanderausstellung vom 23. bis 27. März (Ruheraum vorhanden)

  • 23. März, 10 Uhr: Eröffnung der Ausstellung und Gespräch mit dem Inklusionsbeauftragten der Stadt Hattingen
  • 24. März, 10-14 Uhr: Gesprächs- und Beratungsangebote durch die EUTB®
  • 24. März, 16-18 Uhr:  "Mit dem Persönlichen Budget mehr Selbstbestimmung im Alltag" (KSL.NRW/KPA/PB)

Witten, Bibliothek, Husemannstraße 12, Dienstag bis Samstag 10-18 Uhr, Sonntag 12-18 Uhr (Ruheraum vorhanden)

  • 24. März, 10-14 Uhr: Gesprächs- und Beratungsangebot durch die EUTB®
  • 25. März, 16-18 Uhr: "Mit dem Persönlichen Budget mehr Selbstbestimmung im Alltag" (KSL.NRW/KPA/PB)
  • 27. März, 16 bis 18 Uhr: Mit der Inklusionsbeauftragten des Kreises im Gespräch

31. März: Fachtag als Schlussveranstaltung, DGS wird angeboten: "Mehr Selbstbestimmung mit dem Persönlichen Budget" im Kreishaus Schwelm, Hauptstraße 92. Anmeldung: online oder telefonisch oder per E-Mail bei Frau Volk (Tel: 02336 932257, E-Mail: inklusion@en-kreis.de)

  • 13 Uhr: Eröffnung des Fachtages mit Grußworten von Jan-Christoph Schaberick, Landrat, und Claudia Middendorf, Beauftragte der Landesregierung NRW für Menschen mit Behinderung sowie für Patient*innen.
  • 13.30 Uhr: Nutzer*innen des Persönlichen Budgets kommen zu Wort
  • 14 Uhr: Die Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung stellt sich vor (EUTB®)
  • 14.30 Uhr: Welche Aufgaben haben Verfahrenslotsinnen im EN-Kreis? Kolleginnen berichten aus der Praxis.
  • 15 Uhr: Das KSL und die Kontaktstelle Persönliches Budget/Persönliche Assistenz stellen (sich und) das Verfahren zum Persönlichen Budget vor.
  • 15.15 Uhr: Arbeitsgruppen - Das Persönliche Budget von der Idee bis zur Umsetzung, moderiert durch das KSL.NRW und die KPA/PB
  • Austausch bei Kaffee und Tee
  • 16.45 Uhr: Willkommen zurück, Blitzlichter aus den Arbeitsgruppen
  • 17.35 Uhr: Podiumsdiskussion - Gelingensbedingungen und Grenzen des Persönlichen Budgets.
  • 18.15 Uhr: Ausblick
  • ca 18.30 Uhr: Abschluss des Fachtages.


    Plakat des Ennepe-Ruhr-Kreises

 

Der Begleitzettel zur Ausstellung Persönliches Budget
Handzettel zur Ausstellung mit Hinweisen zu DGS und Screenreader-lesbaren Texten.