NACHGEHAKT
WAHLKREIS: Dortmund II
PERSÖNLICH KONKRET: Sabine Poschmann, SPD

WELCHE MASSNAHMEN HABEN SIE PERSÖNLICH IN IHREM WAHLKREIS ZU FOLGENDEN THEMEN KONKRET GEPLANT?

*    Qualitativ hochwertige und barrierefreie gesundheitliche Versorgung

*    Umfassende Förderung des ehrenamtlichen Engagements in der Selbsthilfe

*    Digitalisierung barrierefrei gestalten

*    Teilhabe am Arbeitsmarkt verbessern

*    Weiteres

Welche Maßnahmen haben Sie persönlich in ihrem Wahlkreis zu folgenden Themen konkret geplant?
 

* Qualitativ hochwertige und barrierefreie gesundheitliche Versorgung

Wir sind der festen Überzeugung: Gesundheit ist keine Ware! Deshalb müssen wir in unserem Gesundheitssystem die Bürgerinnen und Bürger mitsamt ihren individuellen Bedürfnissen in den Mittelpunkt stellen. Um dies zu erreichen sind gute Arbeitsbedingungen und vernünftige Löhne in der Pflege eine wichtige Grundlage. Dafür sollten wir die Kommerzialisierung im Gesundheitswesen beenden. Dies wollen wir erreichen, indem wir regeln, dass Gewinne, die aus Mitteln der Solidargemeinschaft erwirtschaftet wurden, verpflichtend in das Gesundheitssystem zurückfließen sollen. Wir wollen außerdem individuellere Behandlungen ermöglichen und werden daher das System der Fallpauschalen überprüfen. Außerdem möchten wir die Kommunen bei der Einrichtung dem Betreiben von integrierten medizinischen Versorgungszentren unterstützen. Unser Ziel ist es, Krankenhäuser stärker für die ambulante, teambasierte und interdisziplinäre Versorgung zu öffnen. Mit mehr Koordination und Kooperation in den medizinischen, psychotherapeutischen und pflegerischen Berufen erreichen wir eine qualitativ hochwertigere Gesundheitsversorgung.

* Umfassende Förderung des ehrenamtlichen Engagements in der Selbsthilfe

Ehrenamtliches Engagement - vor allem in der Selbsthilfe - trägt dazu bei, dass unser Gemeinwesen funktioniert. Für uns ist klar, dass wir künftig dieses unverzichtbare zivilgesellschaftliche Engagement stärker unterstützen möchten. Zum Beispiel möchten wir Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern mehr Möglichkeiten zur Freistellung für ehrenamtliches Engagement ermöglichen.
 

* Digitalisierung barrierefrei gestalten

Mit dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz haben wir die EU-Richtlinie zur Barrierefreiheit bereits umgesetzt: Wir fordern und fördern die gleichberechtigte und diskriminierungsfreie Teilhabe von Menschen mit Behinderung und älteren Menschen, auch etwa bei digitalen Dienstleistungen. So müssen Selbstbedienungsterminals nach Ablauf einer Übergangszeit auch barrierefrei nutzbar sein. Digitalisierung darf die Gesellschaft nicht spalten. Deshalb wollen wir vor allem die Digitale Bildung inklusiv gestalten. Dafür möchten wir die Volkshochschulen miteinbeziehen, die spezielle Kurse zur Nutzung digitaler Medien persönlich und angepasst anbieten sollen. Volkshochschulen sind kostengünstig und sollen barrierefrei und inklusiver werden. Dafür wollen wir deutschlandweit die Volkshochschulen mit einem Förderprogramm des Bundes unterstützen.

* Teilhabe am Arbeitsmarkt verbessern

Das gemeinsame Arbeiten von Menschen mit und ohne Behinderung soll zur Normalität werden. Dies möchten wir durch ein größeres Beratungsangebot für Arbeitgeber erreichen. Arbeitgeber sollen künftig über einheitliche Ansprechstellen mehr Kenntnis über die Fördermöglichkeiten bei Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen erlangen. Außerdem werden sie dort auch zu Fragen der Barrierefreiheit und Inklusion beraten. Ein unmittelbarer Ansprechpartner für kleine und mittelständische Unternehmen, der Unternehmen bei der Inklusion und Barrierefreiheit berät, würde sicherlich auch für mehr Teilhabemöglichkeiten am Arbeitsmarkt in Dortmund sorgen. Wir wollen die Anreizfunktion der Ausgleichsabgabe weiter stärken: Arbeitgeber, die keine Menschen mit Behinderung beschäftigen, sollten künftig höhere Abgaben an die Integrationsämter zahlen. Inklusionsunternehmen möchten wir durch spezielle Förderfonds unterstützen. Einen besonderen Fokus wollen wir auf Frauen mit Behinderungen legen. Diese werden wir in der Aufnahme einer Berufstätigkeit noch stärker fördern. Dies ist nötig, da zwar ein Drittel der Männer mit Behinderung berufstätig ist, während dies bei Frauen nur bei einem Fünftel der Fall ist.

* Weiteres

Wir möchten das gesellschaftliche Leben möglichst auf allen Ebenen inklusiv und barrierefrei gestalten. Mit einem Bundesprogramm Barrierefreiheit sollen Kommunen bei der Aufgabe unterstützt werden, den Mangel an barrierefreiem Wohnraum, Sporthallen und anderen Freizeiteinrichtungen zu beheben. Ich werde mich dafür einsetzen, dass auch Dortmund Fördergelder aus einem solchen Bundesprogramm zum barrierefreien Umbau erhält. Denn Barrierefreiheit soll zur Normalität werden – in Dortmund und in ganz Deutschland!

Weitere Informationen zu Sabine Poschmann und der SPD finden Sie hier:

Sabine Poschmann

Wahlprogramm der SPD in Leichter Sprache

Kandidat:innen-Check auf WDR 1

Weitere Wahlprüfsteine finden Sie hier:

Lebenshilfe

Der Rollstuhl-Kurier stellt den Parteien 8 knifflige Fragen

Sabine Poschmann, SPD, Wahlkreis Dortmund II
Sabine Poschmann, SPD, Wahlkreis Dortmund II