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Garten für Alle - im Naturschutzzentrum Märkischer Kreis e.V.

30.03.2026
Holzschilder an einem Baum weisen den Weg zum Garten für Alle und zu anderen Orten im Naturschutzzentrum

Naturteich im Garten für Alle

Austausch vor Ort - mit Blick auf die Hochbeete

Das Naturschutzzentrum

Das Gebiet ist sehr abgelegen: über schmale Straßen gelangt man mit dem Auto zum Naturschutzzentrum am Oelken in Lüdenscheid. Dieses liegt unterhalb des „Stilleking“, einem ehemaligen Truppenübungsplatz. 

1994, kurz nach Abzug des belgischen Militärs, wurde der ca. 150 Hektar große Stilleking zum  Naturschutzgebiet, unter dem Motto „vom Panzer zum Heckrind“.  Verschieden alte Wälder wechseln dort parkartig mit offenen Wiesen und Weiden, die von einer Wanderschafherde und halbwild gehaltenen Heckrindern gepflegt werden. Verantwortlich dafür ist das Naturschutzzentrum Märkischer Kreis e.V. als regionale Biologische Station. Deren Gebäudeensemble bilden alte Bauernhofgemäuer und einzelne Neubauten aus Holz.  Alle liegen im Oelken 79, 58515 Lüdenscheid. Die idyllische Landschaft und der Hof machen das Areal zu einem wunderbaren Natur-Erlebnisort.

Der Garten für Alle

Und ein Projekt, das sich hier angesiedelt hat, ist der „Garten für alle“. Über eine buckelige Straße mit sauerländischer Steigung gelangt man vom Parkplatz nach ca. 150 Metern an die Pforten des liebevoll angelegten Gartens, der von einem Staketenzaun gerahmt wird. Allgegenwärtig ist das Geräusch fließenden Wassers - im Garten spiegelt ein Naturteich die Umgebung. Ein weiterer großer Teil des Gartens wird von acht selbstgebauten, unterfahrbaren Hochbeeten eingenommen. Einige von ihnen sollen künftig von interessierten Gruppen bewirtschaftet werden. Das wünscht sich der Verein „Nachhaltig leben in Lüdenscheid e.V.“, der den Garten für Alle gemeinsam mit dem Naturschutzzentrum MK ins Leben gerufen hat. Neben den Hochbeeten gibt es auch ein großes, bodennahes Wildkräuterbeet und einen Steinhaufen, der erstmal überrascht, aber einen ökologisch wertvollen Lebensraum darstellt. 

Ein besonders ausgeklügelter Wanderwurmkomposter ist daneben errichtet worden. Anregungen für naturnahes Gärtnern sind hier einige zu finden: Angrenzend an den Garten liegt eine weitläufige Streuobstwiese, teils gesäumt von einer langen Benjeshecke. 

Für eine Entdecker-Tour durch das Gelände hat das Gartenteam eine besondere Beschilderung erdacht: “Ludwig Langohr“ eine fröhliche Fledermaus, ist auf Hinweisschildern im Garten und drumherum zu sehen. Daneben findet sich jeweils ein ertastbarer QR-Code, der auf die betreffende Information auf einer Website führt, in Einfacher Sprache. Ergänzende Texte in Alltagssprache können online individuell gelesen/vorgelesen werden.

Ludwig Langohr erklärt Besonderheiten im Garten

Das Projekt wächst

Eine neue Gartenhütte, in der eine „Live-Übertragung“ aus einem Nistkasten im Baum nebenan geboten werden soll, wird gerade aufgebaut. Ein unterfahrbarer Kicker und eine barrierefreie Tischtennisplatte sowie eine Fläche zum Grillen laden bereits zum längeren, aktiven Aufenthalt ein. Ein kleiner Schäferwagen mit für Geräten zur Naturerforschung folgt bald, und es sind weitere Projekterweiterungen in Planung: es sollen beispielsweise Entdecker-Stationen mit kleinen Experimenten errichtet werden, vielleicht auch KlangObjekte installiert werden. Das Planungsteam mit Beteiligten des Naturschutzzentrums und des Vereins „Nachhaltig leben in Lüdenscheid e.V.“ sprudelt vor Ideen. 

Garten sucht Gärtner*innen

Was das Planungsteam sich jetzt wünscht: Menschen- vor allem Gruppen/Organisationen, die den Garten mit betreuen und regelmäßig darin gärtnern. Daher wird aktuell überlegt, die Betreuung einzelner Hochbeete an Lüdenscheider Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen zu übertragen. Das Gartenleben soll künftig gemeinsam geplant werden.

Verschiedene Aspekte wurden im Gespräch deutlich: Es muss organisiert werden, wie die Menschen aus der Stadt zum Garten gelangen, und welche Angebote für welche Einrichtung passen, oder welche Aktivitäten sich im Verlauf der Jahreszeiten anbieten. Diese und weitere Themen wurden am 19.März bei einem Austausch vor Ort angerissen. Vertreter*innen des Vereins „Nachhaltig leben in Lüdenscheid e.V.“, des Naturschutzzentrums, der Studjo-Werkstätten, der Lebenshilfe, des Johannes-Busch-Haus und die ehrenamtliche Inklusionsbeauftragte Monika Schwanz folgten der Einladung und wollen sich auch künftig beim „Garten für Alle“ einbringen. Das KSL.Arnsberg war ebenfalls eingeladen und gab verschiedene Anregungen zum barrierefreien Naturerleben. 

Wer sich für dieses Projekt interessiert, ist herzlich eingeladen, sich beim Verein „Nachhaltig leben in Lüdenscheid e.V.“ zu melden. Im April wird vom Verein ein weiteres Treffen im größeren Rahmen organisiert:

Aus der Einladung:

4. Vernetzungstreffen von Nachhaltig leben in Lüdenscheid e. V. 

Bildung für nachhaltige Entwicklung · Inklusion · Geben – Nehmen – Teilen 

Dienstag, 28. April 2026 17.00 – 19.00 Uhr Violetter Saal im Kulturhaus Lüdenscheid 

Programm 

  • Begrüßung und kurze Vorstellungsrunde der Teilnehmenden
  • Einführung in die Themen BNE, Inklusion und Geben – Nehmen – Teilen sowie Rückblick auf bisherige Aktivitäten
  • Austausch von Ideen, Angeboten und Wünschen
  • Pause zum Kennenlernen und Netzwerken
  • Ausblick und Abstimmung weiterer Projektschritte 

Zur Vorbereitung des interaktiven Austauschs bitten wir Sie/Euch um ein paar kurze Informationen (Anmerkung: statt Info-Karte aus der Einladung)

Bitte ausfüllen und per E-Mail an info@nachhaltig-luedenscheid.de senden:

Name der Person/Organisation/Institution:

ggf. Ansprechpartner/in / Kontaktadresse:

Mein/Unser Beitrag zum Vernetzungstreffen (BNE/Inklusion/Geben-Nehmen-Teilen):

Ich wünsche mir / wir wünschen uns:

Bitte füllen Sie diese Infos aus und senden Sie sie  mit Ihrer/Eurer Anmeldung bis zum 21.04.2026 per E-Mail an: info@nachhaltig-luedenscheid.de 

Die Infos möchten wir während der Veranstaltung für alle sichtbar an mehreren themenbezogenen PIN-Wänden präsentieren.