(Dortmund, 06.02.2019) Seit 2008 gibt es in Deutschland einen Rechtsanspruch auf das Persönliche Budget. Dieses ermöglicht Menschen mit Behinderung, die von ihnen benötigte Unterstützung entsprechend ihren Bedürfnissen und Vorstellungen zu organisieren. Durch diesen Zugewinn an individuellen Wahlmöglichkeiten können sie ihr Leben aktiv gestalten. Mehr Selbstbestimmung führt zu einer höheren Lebensqualität.

Die Gründe für die derzeit geringe Nutzung sind vielfältig, wie wissenschaftliche Untersuchungen ergeben haben: Wissensdefizite, komplizierte und langwierige Antrags- und Bewilligungsverfahren, fehlende praktische Erfahrungen bei Leistungsträgern und -anbietern, Skepsis, Vorurteile oder auch zu wenig kompetente Beratung.

Mit der Broschüre „Das Persönliche Budget“ wirken die Kompetenzzentren Selbstbestimmt Leben (KSL) dem Wissens- und Informationsdefizit entgegen. Insbesondere Beratungsstellen, Leistungsträger und -erbringer sowie potenzielle Budgetnutzende werden kompakt informiert und ermutigt, sich aktiv für eine stärkere Nutzung des Persönlichen Budgets einzusetzen.

Die Broschüre gibt einen fundierten Überblick über das Persönliche Budget als alternative Leistungsform und liefert zugleich praktische Unterstützung für die Umsetzung persönlicher Budgets von der Antragstellung bis zur Zielvereinbarung. Zitate von Budgetnutzenden belegen eindrucksvoll, wie sich die Lebensqualität durch die Nutzung des Persönlichen Budgets verbessert.

Die Broschüre gibt es im Internet als Download unter https://ksl-nrw.de/de/service/1339/ksl-konkret-1-das-persoenliche-budget oder kann kostenfrei per E-Mail ksl@nrwps.de bestellt werden.

Titelseite der KSL-Broschuere zum Persoelichen Budget
Titelseite der KSL-Broschuere zum Persoelichen Budget