Am 02.03.2026 startet ein Aktionsmonat (eine Kampagne) zum Persönlichen Budget im Ennepe-Ruhr-Kreis. Die Inklusionsbeauftragte des Kreises hat diesen zusammen mit den Kompetenzzentren Selbstbestimmt Leben NRW (KSL.NRW) initiiert und wird bei Organisation und Durchführung von den Behinderten- und Seniorenbeauftragten der kreisangehörigen Städte sowie jeweils durch die Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung (EUTB®) vor Ort unterstützt.
Die Wanderausstellung der KSL.NRW zum Persönlichen Budget wird aus diesem Anlass in fünf Städten des EN-Kreises gezeigt: Schwelm, Wetter, Herdecke, Hattingen und Witten. Während der mehrtägigen Ausstellungszeiten sind begleitende Veranstaltungen durch die EUTB® und die KSL.NRW in Zusammenarbeit mit der Kontaktstelle Persönliches Budget/Persönliche Assistenz (Dortmund) geplant. Auch Gesprächsangebote mit örtlichen Inklusionsbeauftragten sind Teil des Programms. Das komplette Programm ist auf unserer Website zu finden.
Die Auftaktveranstaltung mit feierlicher Ausstellungseröffnung (Grußworten von Natalia Keller als Fachbereichsleiterin für Soziales, Gesundheit, Bildung und Integration sowie Judith Volk als Inklusionsbeauftragte des Ennepe-Ruhr-Kreises) und einem informativen Vortrag der KSL.NRW gemeinsam mit der Kontaktstelle Persönliche Assistenz/Persönliches Budget finden im Kreishaus Schwelm statt. Als Schlusspunkt zum Monatsende ist an gleicher Stelle ein Fachtag zum Persönlichen Budget mit Workshops zum Thema geplant. Es werden sowohl Nutzende des Persönlichen Budgets als auch die EUTB®, Verfahrenslotsinnen aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis, Vertreterinnen der KSL.NRW als auch der Kontaktstelle Persönliche Assistenz/Persönliches Budget vor Ort sein und Impulsvorträge halten bzw. Arbeitsgruppen moderieren. Zum Fachtag sind auch Landrat Jan-Christoph Schaberick und die Beauftragte der Landesregierung für Menschen mit Behinderung sowie für Patientinnen und Patienten in Nordrhein-Westfalen, Claudia Middendorf eingeladen.
Zur Kenntnis- Auszüge aus der Pressemitteilung des EN-Kreises zur Veranstaltungsreihe:
Mehr Selbstbestimmung für Menschen mit Behinderung
Mit einer kreisweiten Kampagne verfolgt der Ennepe-Ruhr-Kreis ein klares Ziel: Menschen mit Behinderung sollen ihre Rechte kennen, ihre Möglichkeiten nutzen und Unterstützung so gestalten können, wie sie zu ihrem Leben passen. Ein zentraler Schlüssel dafür ist das Persönliche Budget. Das Persönliche Budget ist eine gesetzlich verankerte Leistungsform im Sozialrecht. Menschen mit Behinderung haben das Recht, Leistungen zur Teilhabe auf diese Weise flexibel zu erhalten. „Wer diesen Weg geht, verlässt die Ecke des reinen Leistungsempfängers und macht einen großen Schritt in Richtung selbstbestimmtes Leben. Natürlich helfen den Betroffenen auch vorgefertigte Sach- oder Dienstleistungen weiter. In der Selbstwirksamkeit und für das Selbstbewusstsein macht es aber einen erheblichen Unterschied, dank eines Budgets Assistenzkräfte und Unterstützungszeiten eigenständig auswählen und festlegen zu können. “, berichtet Judith Volk, Inklusionsbeauftragte des Ennepe-Ruhr-Kreises.
Weiterer Pluspunkt: Das persönliche Budget liefert Spielraum, um auch sehr spezielle Bedarfe, für die es keine Lösungen von der Stange gibt, abdecken zu können. Ansprechpartner für das Beantragen des Persönlichen Budgets sind Beratungsstellen, Angehörige und gesetzliche Vertreter. Auch Eltern können für ihre Kinder ein persönliches Budget beantragen. Gut zu wissen: Schon Ausgaben für das Unterstützen beim Beantragen können aus dem Persönlichen Budget finanziert werden.
„Fünf Städte, fast 20 Termine – also jede Menge Gelegenheiten für Interessierte, sich praxisnah und anschaulich darüber zu informieren, wie vielfältig das Persönliche Budgets genutzt werden kann“, wirbt Volk für Besuche. Alle Informationen über die Kampagne und ihre Veranstaltungen finden sich auf der Internetseite der Kreisverwaltung, www.en-kreis.de.
Stichwort Kampagne: Initiiert und organisiert wird die Sensibilisierungskampagne von Judith Volk und den Kompetenzzentren Selbstbestimmt Leben NRW (KSL.NRW) mit Unterstützung der Behinderten- und Seniorenbeauftragten der kreisangehörigen Städte. Fachlich begleitet wird sie durch die Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung (EUTB®) und Beraterin und Coach Linda Gilfert.