Mit den beginnenden Impfungen im Februar gegen das Corona-Virus in den Impfzentren werden große Hoffnungen verbunden. Claudia Middendorf, Beauftragte der Landesregierung für Menschen mit Behinderung sowie für Patientinnen und Patienten, appelliert an die Kreise und kreisfreien Städte, alle 53 Impfzentren barrierefrei zu gestalten.
 
Hierzu macht die Landesbehinderten- und Patientenbeauftragte in einer Presse-Mitteilung deutlich: „Für Menschen mit Behinderung ist eine barrierefreie Zugänglichkeit und Nutzbarkeit von hoher Bedeutung. Eine gleichberechtigte Teilhabe am Impfprozess darf weder an Treppen, noch an der fehlenden Umsetzung der nordrhein-westfälischen Corona-Impfstrategie scheitern, die sich klar für die Barrierefreiheit ausspricht."
 
Allen Menschen mit Beeinträchtigung müsse eine barrierefreie Teilnahme ermöglicht werden, unerstreicht die Landesbehindertenbeauftragte: Personen mit Sinnesbehinderungen, Personen im Rollstuhl oder mit Geheinschränkungen, Personen mit kognitiven Einschränkungen oder psychischen Beeinträchtigungen. "Probeläufe in Impfzentren, bei denen die Impfstraße vorab auf Barrierefreiheit getestet wurde, verdeutlichen, dass Kommunen die Barrierefreiheit ernst nehmen. Dennoch ist darauf zu achten, dass vor Ort beispielsweise Gebärdensprachdolmetscher und Sanitäranlagen für Personen im Rollstuhl vorgehalten werden.“
 
Als Landesbehindertenbeauftragte steht Claudia Middendorf mit den Fachverbänden in der Abstimmung einer Checkliste, so dass vor Ort besser auf Barrieren eingegangen werden kann.

Foto: Torsten Simon/pixabay

Das Bild zeigt drei Spritzen, die auf ein Modell des Coronavirus weisen.
Das Bild zeigt drei Spritzen, die auf ein Modell des Coronavirus weisen.