Obwohl sie rechtlich nicht dazu verpflichtet ist, hat die Diakonie Mark-Ruhr in Iserlohn einen Klient*innenbeirat ins Leben gerufen. Dieser vertritt die Interessen der rund 250 Klient*innen des Ambulant Betreuten Wohnens für Menschen mit psychischen Erkrankungen und/oder Abhängigkeitserkrankungen. Derzeit bilden sechs Klient*innen den Beirat. Sie treffen sich einmal im Monat im Kontaktcafé Am Bielstein, zusammen mit zwei unterstützenden Mitarbeitenden der Diakonie Mark-Ruhr.
Die Rolle der KSL.NRW beim Aufbau dieses Beirats ist beratender Natur: Wolfgang Thiems (Projektleitung KSL.Köln), Andreas Tintrup (Projektleitung. KSL.Arnsberg) und Maren Zebrowski (KSL.Arnsberg) haben sich seit November 2025 dreimal (in unterschiedlichen Besetzungen) mit den Beiratsmitgliedern getroffen, um ihnen die Möglichkeiten ihrer Tätigkeit aufzuzeigen, und mit ihnen über die Vorgehensweise zu sprechen.
Aktuell war Maren Zebrowski am 17. Juli in Iserlohn und arbeitete gemeinsam mit den Beiratsmitgliedern an einer Struktur, wie sie zukünftig Veranstaltungen zur Freizeitgestaltung gemeinsam planen und durchführen können: Es ging um eine Aufstellung dessen, was bereits bekannt ist (Expertise), welcher Rahmen für die Freizeitgestaltung vorgegeben ist ( die Ressourcen) welche Ansprechpartner*innen bereits vorhanden sind (Stakeholder) und Überlegungen, welche Ansprechpartner*innen noch ins Boot geholt werden können. Außerdem wurde notiert, was man oder wen man braucht, um Veranstaltungen zur Freizeitgestaltung eigenständig zu planen und umzusetzen (als Empowerment).
Um eine strukturierte Vorgehensweise zu üben, wurde von den Gruppenmitgliedern einmal das Beispiel: „Sinnvolle Routinen entwickeln“ ausgewählt. Eine Idee zu neuen Routinen war es, Entspannungstechniken zu erlernen und im Alltag einzusetzen.
Nach dieser ersten Arbeitsrunde wurde das aktuelle Projekt des Klient*innenbeirat „Klient*in hilft Klient*in“ in strukturierter Form aufgeschrieben. Für das Projekt werden bereits per Flyer weitere Klient*innen gesucht werden, die ihre Zeit und helfende Hände bei kleinen Hilfsleistungen wie Einkaufen, Möbel aufbauen, technischen Fragen anbieten möchten. In der Arbeitsrunde ergaben sich die nächsten Aufgaben für die Beiratsmitglieder: Es müssen rechtliche Dinge wie die Haftung und der Datenschutz geklärt werden. Danach kann ein Formular für die Anmeldung beim Projekt entwickelt werden.
Das nächste Beirattreffen soll beim KSL.Arnsberg in Dortmund stattfinden. Dann werden womöglich bereit einige neu gewählte Mitglieder den Klient*innenbeirat verstärken.
[Das Titelfoto im Bannerformat zeigt ein Gruppenfoto mit Beiratsmitgliedern, Maren Zebrowski sowie einem Mitarbeiter der Diakonie Mark-Ruhr.]